Du planst, die Fassade deines Hauses mit einer wetterfesten Beschichtung zu versehen und suchst nach detaillierten Anleitungen und wichtigen Tipps, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? Dieser Leitfaden richtet sich an Hausbesitzer, Heimwerker und alle, die sich über die fachgerechte Applikation von wetterfesten Fassadenbeschichtungen informieren möchten, um Schutz, Langlebigkeit und eine ansprechende Optik zu gewährleisten.
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zum Angebot »Die Auswahl der richtigen wetterfesten Fassadenbeschichtung
Die Wahl der passenden Fassadenbeschichtung ist der erste und vielleicht entscheidendste Schritt für ein langlebiges und ästhetisch ansprechendes Ergebnis. Wetterfeste Beschichtungen erfüllen nicht nur eine dekorative Funktion, sondern schützen dein Gebäude auch effektiv vor den Elementen. Die verschiedenen Arten von Beschichtungen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, ihren Eigenschaften und ihren Anwendungsbereichen. Berücksichtige bei deiner Entscheidung die Art des Untergrunds, das Klima deiner Region und deine persönlichen ästhetischen Vorstellungen.
Arten von wetterfesten Fassadenbeschichtungen
- Silikatfarben: Diese Farben basieren auf mineralischen Bindemitteln wie Kaliwasserglas und sind besonders atmungsaktiv. Sie sind ideal für mineralische Untergründe wie Putz und Beton und bieten einen hervorragenden Schutz vor Witterungseinflüssen sowie eine hohe Beständigkeit gegen Algen- und Pilzbefall.
- Silikonharzfarben: Bekannt für ihre hervorragende Wasserabweisung und gleichzeitig hohe Dampfdiffusion. Silikonharzfarben bilden eine sehr robuste und schmutzabweisende Oberfläche, die Feuchtigkeit effektiv abhält, aber die Fassade atmen lässt. Sie sind vielseitig einsetzbar und eignen sich auch für stark beanspruchte Fassaden.
- Acrylatfarben: Diese synthetischen Farben sind elastisch und gut deckend. Sie bieten einen guten Schutz vor Feuchtigkeit und sind relativ einfach zu verarbeiten. Acrylatfarben sind jedoch weniger diffusionsoffen als mineralische oder Silikonharzfarben, was bei bestimmten Untergründen zu beachten ist.
- Kalkfarben: Traditionelle, diffusionsoffene Farben, die sich hervorragend für denkmalgeschützte Gebäude eignen. Kalkfarben sind alkalisch und wirken dadurch von Natur aus konservierend gegen Mikroorganismen. Sie entwickeln mit der Zeit eine charakteristische Patina.
- Edelputze: Zwar keine reine Beschichtung im Sinne einer Farbe, aber eine wichtige Alternative zur Fassadengestaltung und zum Schutz. Edelputze gibt es in verschiedenen Körnungen und Bindemitteln (z.B. Silikonharz, Silikat), die unterschiedliche Oberflächenstrukturen und Schutzeigenschaften bieten.
Vorbereitung des Untergrunds: Das Fundament für eine langlebige Beschichtung
Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung ist unerlässlich, damit die wetterfeste Fassadenbeschichtung optimal haftet und ihre Schutzfunktion über viele Jahre erfüllen kann. Vernachlässigst du diesen Schritt, können Risse, Abplatzungen oder minderwertige Optik die Folge sein.
Schritte der Untergrundvorbereitung
- Reinigung: Entferne groben Schmutz, Staub, Spinnweben und lose Partikel. Bei starker Verschmutzung, Algen- oder Moosbewuchs kann eine gründliche Reinigung mit Wasser unter Druck (Hochdruckreiniger) oder spezielle Fassadenreiniger erforderlich sein. Achte darauf, den Untergrund nach der Reinigung gut trocknen zu lassen.
- Überprüfung auf Beschädigungen: Untersuche die Fassade auf Risse, Hohlstellen, abblätternde Farbe oder bröckelnden Putz. Kleine Risse können mit einem geeigneten Rissfüller geschlossen werden. Größere Schäden erfordern möglicherweise eine Putzausbesserung oder gar eine Teilneuerstellung des Putzes.
- Entfernung alter Beschichtungen: Lose oder abblätternde Altanstriche müssen vollständig entfernt werden. Dies kann durch Abkratzen, Schleifen oder bei wasserlöslichen Farben auch durch Abwaschen geschehen. Stark haftende Altbeschichtungen müssen gegebenenfalls mit einem Haftgrund grundiert werden, um die Haftung des neuen Anstrichs zu gewährleisten.
- Grundierung: Eine Grundierung ist oft notwendig, um die Saugfähigkeit des Untergrunds zu vereinheitlichen und die Haftung der nachfolgenden Beschichtung zu verbessern. Wähle die Grundierung passend zum Untergrund und zur gewählten Fassadenfarbe. Bei stark saugenden Untergründen empfiehlt sich eine Tiefgrundierung, bei mineralischen Untergründen oft eine Silikatgrundierung.
Der Auftrag der wetterfesten Fassadenbeschichtung: Schritt für Schritt zum Erfolg
Das Auftragen der Fassadenbeschichtung erfordert Sorgfalt und das richtige Werkzeug. Eine gleichmäßige Applikation ist entscheidend für eine einheitliche Optik und eine effektive Schutzschicht.
Methoden des Auftragens
- Streichen: Für kleinere Flächen oder Detailarbeiten ist die Anwendung mit einer Fassadenbürste oder einem Farbroller gut geeignet. Achte auf einen gleichmäßigen Farbauftrag und vermeide Nasenbildung.
- Rollen: Mit einem geeigneten Farbroller lassen sich größere Flächen zügig und relativ gleichmäßig beschichten. Wähle einen Roller mit passender Florhöhe für die Oberflächenstruktur des Untergrunds.
- Spritzen (Airless): Für sehr große Flächen kann das Spritzen mit einem Airless-Gerät eine effiziente Methode sein. Dies erfordert jedoch Erfahrung und die richtige Einstellung des Geräts, um eine gleichmäßige Verteilung und minimale Overspray zu gewährleisten.
Wichtige Tipps für den Auftrag
- Wetterbedingungen: Trage die Beschichtung nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, starkem Wind, Regen oder Frost auf. Ideale Temperaturen liegen zwischen 10°C und 25°C. Die Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls nicht zu hoch sein.
- Trocknungszeiten beachten: Halte die vom Hersteller empfohlenen Trocknungszeiten zwischen den einzelnen Anstrichen unbedingt ein. Ein zu frühes Überstreichen kann die Haftung und die gewünschten Eigenschaften der Beschichtung beeinträchtigen.
- Mehrere Schichten: In der Regel sind zwei Anstriche für eine optimale Deckkraft und Schutzwirkung erforderlich. Der erste Anstrich dient als Grundierung und Füller, der zweite sorgt für die endgültige Farbintensität und Oberflächengüte.
- Werkzeuge reinigen: Reinige Pinsel, Rollen und andere Werkzeuge sofort nach Gebrauch gründlich mit Wasser oder dem vom Hersteller empfohlenen Reinigungsmittel, um sie für zukünftige Anwendungen einsatzfähig zu halten.
Spezielle Überlegungen für unterschiedliche Fassadenmaterialien
Jedes Fassadenmaterial hat spezifische Anforderungen, die bei der Auswahl und dem Auftrag der Beschichtung berücksichtigt werden müssen. Eine universelle Lösung gibt es nicht immer, daher ist es wichtig, die Besonderheiten zu kennen.
Putzfassaden
Mineralische Putze wie Kalkputz oder Zementputz sind oft sehr saugfähig. Hier sind Grundierungen auf Silikat- oder Dispersionsbasis geeignet, um die Saugfähigkeit zu regulieren. Silikat- und Silikonharzfarben sind besonders gut geeignet, da sie atmungsaktiv sind und eine gute Haftung aufweisen.
Klinkerfassaden
Klinkerfassaden bedürfen in der Regel keiner klassischen Beschichtung, da das Material selbst witterungsbeständig ist. Bei Bedarf an einer Farbveränderung oder zur Versiegelung von Rissen können spezielle Fassadenfarben für Klinker verwendet werden. Eine gründliche Reinigung ist auch hier entscheidend.
Holzfassaden
Holzfassaden benötigen spezielle Holzschutzfarben oder Lasuren, die vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Schädlingen schützen. Die Vorbereitung beinhaltet das Abbürsten loser Teile, das Schleifen und gegebenenfalls das Behandeln mit einem Holzschutzgrund. Ölfarben oder wasserbasierte Holzschutzlasuren sind gängige Optionen.
WDVS (Wärmedämmverbundsysteme)
WDVS bestehen aus Dämmplatten und einem Armierungsmörtel mit einem Oberputz. Die Oberflächenstruktur und die Art des Oberputzes bestimmen die Wahl der Beschichtung. Hier kommen meist Silikonharz- oder Silikatfarben zum Einsatz, die eine hohe Wasserdichtigkeit bei gleichzeitig guter Diffusionsoffenheit bieten.
Tabelle: Überblick über wetterfeste Fassadenbeschichtungen und ihre Eigenschaften
| Beschichtungstyp | Bindemittel | Atmungsaktivität (Dampfdiffusion) | Wasserabweisung | Haltbarkeit / Witterungsbeständigkeit | Eignung |
|---|---|---|---|---|---|
| Silikatfarben | Kaliwasserglas | Sehr hoch | Gut | Sehr gut | Mineralische Untergründe (Putz, Beton), Denkmalschutz |
| Silikonharzfarben | Silikonharz-Dispersion | Hoch | Sehr gut | Sehr gut | Alle mineralischen Putze, WDVS, Altanstriche |
| Acrylatfarben | Acrylharz-Dispersion | Mittel | Gut | Gut | Gut haftende Untergründe, Neubauputze |
| Kalkfarben | Kalkhydrat | Sehr hoch | Mittel | Gut (entwickelt Patina) | Denkmalgeschützte Gebäude, traditionelle Putze |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 17 Wetterfeste Fassadenbeschichtung auftragen: Tipps
Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Fassade zu streichen?
Der beste Zeitpunkt für das Auftragen einer wetterfesten Fassadenbeschichtung ist im Frühjahr oder Herbst, wenn die Temperaturen moderat sind (zwischen 10°C und 25°C) und keine extreme Sonneneinstrahlung, starker Wind oder Regen zu erwarten ist. Vermeide Frostperioden. Achte auf die Wettervorhersage für mehrere Tage, da die Beschichtung nach dem Auftrag noch eine gewisse Zeit aushärten muss.
Wie viel Farbe benötige ich für meine Fassade?
Die benötigte Menge an Farbe hängt von mehreren Faktoren ab: der Fläche der Fassade, der Art und Saugfähigkeit des Untergrunds, der gewählten Beschichtungsart und der Deckkraft der Farbe. Die Hersteller geben auf den Gebinden in der Regel den theoretischen Verbrauch pro Quadratmeter und Anstrich an. Addiere einen kleinen Puffer für eventuelle Verluste und für einen zweiten Anstrich. Es ist ratsam, lieber etwas mehr Farbe zu kaufen, um Farbtonunterschiede bei späteren Nachbesserungen zu vermeiden.
Muss ich alte Farbschichten komplett entfernen?
Das hängt vom Zustand der alten Farbschicht ab. Lose, abblätternde oder schlecht haftende Altanstriche müssen unbedingt entfernt werden. Lose Farbe kann durch Abkratzen und Schleifen entfernt werden. Haftet die alte Farbe gut, kann sie nach einer gründlichen Reinigung gegebenenfalls mit einem geeigneten Haftgrund versehen und überstrichen werden. Bei Unsicherheit ist eine Probe an einer unauffälligen Stelle ratsam.
Kann ich eine wasserbasierte Farbe über eine lösemittelhaltige Farbe streichen?
In der Regel ist das Überstreichen einer lösemittelhaltigen Altanstricht mit einer wasserbasierten Fassadenfarbe problematisch und wird nicht empfohlen, es sei denn, es wird eine spezielle Haftgrundierung verwendet. Umgekehrt ist das Überstreichen einer wasserbasierten Farbe mit einer lösemittelhaltigen Farbe oft möglich, sollte aber ebenfalls sorgfältig geprüft werden. Prüfe immer die Verträglichkeit der Produkte und beachte die Herstellerangaben.
Wie lange hält eine wetterfeste Fassadenbeschichtung?
Die Lebensdauer einer wetterfesten Fassadenbeschichtung variiert stark je nach Qualität des Materials, der richtigen Vorbereitung und Applikation, der Beanspruchung durch Witterungseinflüsse und dem gewählten Beschichtungstyp. Hochwertige Silikat- oder Silikonharzfarben können bei guter Pflege 15 bis 25 Jahre oder sogar länger halten. Minderwertige Produkte oder fehlerhafte Ausführung verkürzen die Haltbarkeit erheblich.
Welche Rolle spielt die Atmungsaktivität der Fassadenbeschichtung?
Die Atmungsaktivität, auch Dampfdiffusion genannt, ist entscheidend für die Langlebigkeit der Fassade und des Mauerwerks. Eine diffusionsoffene Beschichtung lässt Feuchtigkeit, die aus dem Inneren des Gebäudes oder dem Mauerwerk stammt, nach außen entweichen. Dies verhindert, dass sich Feuchtigkeit im Mauerwerk staut, was zu Schimmelbildung, Frostschäden und einer Beeinträchtigung der Dämmwirkung führen kann. Mineralische und Silikonharzfarben sind hierbei besonders vorteilhaft.
Was sind die Vorteile von Silikonharzfarben?
Silikonharzfarben bieten eine exzellente Kombination aus hoher Wasserabweisung und guter Dampfdiffusion. Sie bilden eine sehr strapazierfähige, schmutzabweisende und wetterbeständige Oberfläche, die das Mauerwerk effektiv vor Regen schützt, aber dennoch atmen lässt. Ihre Langlebigkeit und Resistenz gegen Algen- und Pilzbefall machen sie zu einer beliebten Wahl für viele Fassadentypen.