19 Gerätehaus selbst bauen: Anleitungen

19 Gerätehaus selbst bauen: Anleitungen

Ein stabiles und funktionales Gerätehaus selbst zu bauen, ist eine lohnende Aufgabe, die dir kostengünstig zusätzlichen Stauraum im Garten verschafft. Du möchtest deine Gartengeräte, Fahrräder oder vielleicht sogar Werkzeuge sicher und wettergeschützt unterbringen? Die folgenden Anleitungen führen dich Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Planung bis zur Fertigstellung, damit du ein Projekt realisierst, das deinen Bedürfnissen entspricht und lange Bestand hat.

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Grundlagen für dein DIY Gerätehaus

Bevor du mit dem Bau beginnst, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Die Wahl des richtigen Standorts, die Berücksichtigung von Baugenehmigungen und die Auswahl passender Materialien sind entscheidend für den Erfolg deines Gerätehauses. Ein solides Fundament bildet die Basis für die Langlebigkeit und Stabilität deines Bauwerks.

Standortwahl und Baugenehmigungen

Die Wahl des richtigen Standorts für dein Gerätehaus ist mehr als nur Ästhetik. Berücksichtige die Sonneneinstrahlung, die Nähe zu anderen Gebäuden oder Bäumen und die Zugänglichkeit. Informiere dich unbedingt bei deiner lokalen Baubehörde über geltende Vorschriften und eventuell erforderliche Baugenehmigungen. In vielen Gemeinden gibt es Einschränkungen bezüglich der Größe und des Abstands zu Grundstücksgrenzen.

Materialauswahl

Die Materialwahl beeinflusst nicht nur das Aussehen und die Haltbarkeit deines Gerätehauses, sondern auch den Aufwand und die Kosten. Gängige Materialien sind:

  • Holz: Ein Klassiker, der sich gut bearbeiten lässt und eine natürliche Optik bietet. Achte auf witterungsbeständige Holzarten oder eine entsprechende Oberflächenbehandlung (Lasur, Farbe). Kiefer, Fichte oder Lärche sind beliebte Optionen.
  • Metall (Aluminium, verzinkter Stahl): Robust, pflegeleicht und resistent gegen Schädlinge und Fäulnis. Metallhäuser sind oft als Bausätze erhältlich und lassen sich relativ schnell montieren.
  • Kunststoff (Polyethylen, PVC): Leicht, witterungsbeständig und erfordern kaum Wartung. Kunststoffhäuser sind oft preisgünstig und als Bausätze erhältlich.
  • Mauerwerk: Eine sehr langlebige und stabile Option, die jedoch höhere handwerkliche Anforderungen stellt und kostenintensiver ist.

Planung und Entwurf

Erstelle eine detaillierte Skizze oder einen Plan deines Gerätehauses. Berücksichtige die gewünschte Größe, die Höhe, die Anzahl und Platzierung von Fenstern und Türen sowie die Dachform. Eine Grundfläche von 3×2 Metern ist ein guter Ausgangspunkt für viele Bedürfnisse, aber passe die Maße deinen Anforderungen an. Berücksichtige auch die Schneelast und Windzonen deiner Region bei der Dachkonstruktion.

Konstruktionsphasen im Überblick

Der Bau eines Gerätehauses lässt sich in mehrere klare Phasen unterteilen. Jede Phase erfordert Präzision und die Beachtung von Details, um ein robustes und langlebiges Ergebnis zu erzielen.

1. Fundament und Bodenplatte

Ein solides Fundament ist das A und O für jedes Bauwerk. Je nach Größe und Art des Gerätehauses eignen sich verschiedene Fundamentarten:

  • Punktfundament: Geeignet für kleinere, leichtere Gerätehäuser. Betonstützen werden an den Eckpunkten und gegebenenfalls entlang der Wände gesetzt.
  • Streifenfundament: Ein durchgehender Betonstreifen unter den tragenden Wänden. Bietet mehr Stabilität als ein Punktfundament.
  • Bodenplatte aus Beton: Die stabilste und langlebigste Variante, besonders für größere Gerätehäuser oder wenn eine ebene und belastbare Fläche gewünscht ist. Sie schützt auch vor aufsteigender Feuchtigkeit.

Bei der Erstellung der Bodenplatte ist es wichtig, auf eine ausreichende Dicke und Bewehrung (Stahlmatten) zu achten. Achte auf eine exakte Ausrichtung und Nivellierung.

2. Wandkonstruktion

Die Wandkonstruktion hängt stark vom gewählten Material ab. Bei einem Holzgerätehaus baust du in der Regel einen Rahmen aus Kanthölzern (z.B. 4×6 cm oder 5×7 cm), der dann mit Brettern oder Platten verkleidet wird. Achte auf einen ausreichenden Abstand der vertikalen Ständer (oft 40-60 cm) und eine gute Verankerung mit dem Fundament.

Für Metallhäuser sind die Schritte meist im Bausatz klar vorgegeben und beinhalten das Zusammensetzen von vorgefertigten Profilen und Platten.

3. Dachkonstruktion

Die Dachform beeinflusst die Entwässerung und die Schneelast. Gängige Dachformen sind:

  • Pultdach: Eine einfache und effiziente Dachform mit einer einzigen geneigten Fläche. Ermöglicht eine gute Wasserableitung.
  • Satteldach: Die klassische Dachform mit zwei geneigten Flächen. Bietet viel Platz im Inneren und eine gute Optik.
  • Flachdach: Weniger gebräuchlich für Gerätehäuser, da die Entwässerung aufwendiger ist und die Schneelast eine größere Rolle spielt.

Die Dachsparren (oft Kanthölzer) werden auf den oberen Wandringen befestigt. Darauf folgt die Dachschalung (z.B. OSB-Platten oder Bretter), auf der dann die Dacheindeckung aufgebracht wird.

4. Dacheindeckung

Die Dacheindeckung schützt dein Gerätehaus vor Regen und Schnee. Beliebte Materialien sind:

  • Bitumenschindeln: Flexibel, langlebig und einfach zu verlegen.
  • Dachpappe: Eine kostengünstige, aber weniger langlebige Option.
  • Wellblech oder Trapezblech: Robust, langlebig und leicht zu montieren, oft in Kombination mit einer Holzschalung.
  • Dachziegel: Eine optisch ansprechende, aber schwere und aufwendigere Lösung.

Achte auf eine überlappende Verlegung, um Wassereintritt zu verhindern.

5. Türen und Fenster

Plane die Position und Größe der Türen und Fenster bereits in der Planungsphase. Türen sollten breit genug sein, um auch größere Gegenstände wie Rasenmäher oder Fahrräder problemlos hinein- und herauszubringen. Fenster sorgen für Tageslicht und Belüftung. Achte auf eine gute Abdichtung, um Zugluft und Feuchtigkeit zu vermeiden.

6. Oberflächenbehandlung und Schutz

Nach Fertigstellung der Rohkonstruktion ist die Oberflächenbehandlung entscheidend für den Schutz und die Langlebigkeit. Bei Holzgeräteschuppen ist eine Behandlung mit Holzschutzlasur oder -farbe unerlässlich, um das Holz vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung und Schädlingen zu schützen. Regelmäßige Wartung und Auffrischung der Behandlung verlängern die Lebensdauer deines Gerätehauses erheblich.

Wichtige Werkzeuge und Materialien

Für den Bau eines Gerätehauses benötigst du eine Auswahl an Werkzeugen und Materialien. Je nach gewähltem Material können die spezifischen Anforderungen variieren.

Werkzeuge für den Gerätehausbau

  • Messwerkzeuge: Maßband, Zollstock, Wasserwaage, Winkel
  • Schneidwerkzeuge: Stichsäge, Kreissäge, Handsäge, Cuttermesser
  • Bohrwerkzeuge: Bohrmaschine, Akkuschrauber, verschiedene Bohrer und Bits
  • Befestigungswerkzeuge: Hammer, Schraubzwingen, Nagelpistole (optional)
  • Sicherheitsausrüstung: Schutzbrille, Arbeitshandschuhe, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe
  • Weitere Werkzeuge: Spaten, Schaufel (für Fundament), Schubkarre, Schleifpapier, Pinsel

Materialien im Überblick

  • Fundamentmaterial: Beton, Schotter, Kies, Schalbretter, Bewehrungsstahl
  • Konstruktionsholz: Kanthölzer für Rahmen, Sparren, Pfosten
  • Wandverkleidung: Profilbretter, OSB-Platten, Fassadenplatten
  • Dachmaterial: Dachsparren, Dachschalung (OSB oder Bretter), Dacheindeckung (Bitumenschindeln, Dachpappe, Wellblech etc.), Dachlatten, Sturmklammern
  • Befestigungsmittel: Schrauben (Holzschrauben, Spenglerschrauben), Nägel, Winkelverbinder, Dübel
  • Beschläge: Türscharniere, Türgriff, eventuell Fensterbeschläge
  • Oberflächenbehandlung: Holzschutzlasur, Holzschutzfarbe, Grundierung, Spachtelmasse
  • Optional: Fenster, Lüftungsgitter

Beispielhafte Übersicht: Gerätehausbau-Typen und ihre Merkmale

Gerätehaustyp Materialien Aufwand (DIY) Haltbarkeit Kostenfaktor Typische Verwendung
Holzgerätehaus (klassisch) Holz (Fichte, Kiefer, Lärche), Holzschutzmittel, Nägel/Schrauben Mittel bis hoch, erfordert Holzbearbeitungskenntnisse Hoch (bei richtiger Pflege), witterungsanfällig Mittel Gartengeräte, Fahrräder, Werkzeuge, saisonale Gegenstände
Metallgerätehaus (Bausatz) Verzinkter Stahl oder Aluminium, Kunststoffteile Niedrig bis mittel, Montage nach Anleitung Sehr hoch, pflegeleicht, rost- und fäulnisfrei Mittel bis hoch Große Gartengeräte, Rasenmäher, Fahrräder, Motorgeräte
Kunststoffgerätehaus (Bausatz) Polyethylen, PVC Niedrig, einfache Montage, oft mit Stecksystem Mittel bis hoch, witterungsbeständig, UV-resistent Niedrig bis mittel Kleinere Gartengeräte, Werkzeuge, Gartenmöbelauflagen
Mauerwerksgerätehaus Ziegel, Betonsteine, Mörtel, Putz, Dachziegel Hoch, erfordert Maurer- und Verputzkennnisse, Baugenehmigung oft nötig Sehr hoch, extrem langlebig und robust Hoch bis sehr hoch Werkstatt, Lagerung von Wertgegenständen, erweiterter Wohnraum (mit Isolation)

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 19 Gerätehaus selbst bauen: Anleitungen

Wie lange dauert der Bau eines Gerätehauses?

Die Dauer für den Bau eines Gerätehauses hängt stark von der Größe, der Komplexität des Designs, deinem handwerklichen Geschick und der Verfügbarkeit von Helfern ab. Ein kleines Holzgerätehaus mit einfachem Fundament kann an einem Wochenende fertiggestellt werden, während ein größeres Modell mit Fundamentplatte und aufwendiger Dachkonstruktion mehrere Tage bis eine Woche dauern kann. Bausätze aus Metall oder Kunststoff lassen sich oft in wenigen Stunden bis zu einem Tag montieren.

Benötige ich eine Baugenehmigung für ein selbst gebautes Gerätehaus?

Die Notwendigkeit einer Baugenehmigung variiert stark je nach Bundesland, Gemeinde und der Größe des geplanten Gerätehauses. Oft gibt es Freigrenzen für kleinere Nebengebäude. Es ist unerlässlich, sich vor Baubeginn bei deiner lokalen Baubehörde über die geltenden Vorschriften zu informieren, um nachträgliche Probleme zu vermeiden.

Welche Materialien sind am pflegeleichtesten für ein Gerätehaus?

Metall- und Kunststoffgerätehäuser sind in der Regel am pflegeleichtesten. Sie sind witterungsbeständig, benötigen keine regelmäßige Behandlung gegen Fäulnis oder Schädlinge und lassen sich einfach mit Wasser reinigen. Holzgerätehäuser erfordern regelmäßige Pflege mit Lasuren oder Farben, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten.

Wie schütze ich mein Gerätehaus vor Feuchtigkeit und Schädlingen?

Ein gut geplantes und gebautes Fundament, idealerweise eine Betonplatte, schützt vor aufsteigender Feuchtigkeit. Achte auf eine ordnungsgemäße Dacheindeckung und Abdichtung der Fugen. Bei Holzgerätenhäusern sind Holzschutzmittel unerlässlich. Eine gute Belüftung im Inneren des Hauses verhindert Kondenswasserbildung. Regelmäßige Inspektionen auf Schädlingsbefall sind ebenfalls ratsam.

Welche Werkzeuge sind für einen Laien unverzichtbar?

Für die meisten DIY-Projekte dieser Art sind ein gutes Maßband, eine Wasserwaage, ein Akkuschrauber mit verschiedenen Bits und Bohrern, eine Stichsäge und ein Hammer unerlässlich. Eine Kreissäge erleichtert das Zuschneiden von Holzteilen erheblich. Investiere in qualitativ hochwertiges Werkzeug, das erleichtert die Arbeit und führt zu besseren Ergebnissen.

Kann ich mein Gerätehaus isolieren und heizen?

Ja, das ist möglich, erfordert aber eine entsprechend solide Konstruktion und zusätzliche Materialien wie Dämmplatten und eine dampfsperrende Innenverkleidung. Die Beheizung erfordert eine geeignete Elektroheizung oder einen kleinen Ofen (mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen). Ein so ausgestattetes Gerätehaus kann als Werkstatt, Hobbyraum oder sogar als kleines Gästehaus dienen.

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